Schwesig legt wegen Krebserkrankung kommissarischen SPD-Bundesvorsitz nieder
ABQnews| Deutschland / Berlin | Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig tritt wegen einer Krebserkrankung von ihren Ämtern als stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und kommissarische Parteichefin zurück. Sie werde jedoch Regierungschefin in ihrem Bundesland bleiben, teilte die 45-Jährige am Dienstag in einer persönlichen Erklärung mit. Sie sei zuversichtlich, wieder gesund zu werden. Der diagnostizierte Brustkrebs sei heilbar.
Die frühere Bundesfamilienministerin gehört zu den drei SPD-Vizevorsitzenden, die nach dem Rücktritt von Andrea Nahles die Sozialdemokraten übergangsweise führen. Sie ist seit Juli 2017 Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern und übernahm das Amt von ihrem Parteikollegen Erwin Sellering, nachdem dieser ebenfalls an Krebs erkrankt war.
Schwesig will am Mittag eine persönliche Erklärung abgeben. Danach wollen sich auch die beiden anderen kommissarischen SPD-Bundesvorsitzenden, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel, äußern. Schäfer-Gümbel wechselt am 1. Oktober zur Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Er hatte bereits im März seinen Rückzug aus der Politik angekündigt.
Schwesig erklärte, sie wolle ihre Kräfte auf ihre Gesundheit, ihre Familie und Mecklenburg-Vorpommern konzentrieren. Die Politikerin ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Zuletzt hatte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach einer Hautkrebstherapie öffentlich über einen vorzeitigen Amtsverzicht nachgedacht. Auch der CDU-Landesvorsitzende in Thüringen, Mike Mohring, hatte mit einer Krebserkrankung zu kämpfen.
Quelle:AFP
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