Dabaiba verteidigt libysch – türkisches Abkommen im Bereich Öl und Gas
ABQnews| Libyen / Türkei | Abdel Hamid al-Dabaiba, Leiter der libyschen Regierung der Nationalen Einheit, verteidigte das diese Woche zwischen Tripolis und Ankara geschlossene Abkommen im Bereich Öl und Gas in den gemeinsamen Meeresgebieten.
Das libysche und das türkische Außenministerium haben am Montag in Tripolis ein Abkommen zur Suche nach Öl und Gas in libyschen Gewässern unterzeichnet, drei Jahre nach dem Abschluss des umstrittenen Seegrenzabkommens, das damals die Europäische Union verärgerte.
Am Rande eines Treffens mit libyschen Frauenaktivistinnen in Tripolis zur Klärung einiger Details des Abkommens sagte Dabaiba: „Das libysch-türkische Memorandum of Understanding basiert auf früheren Abkommen noch vor 2011, und wir haben ein ganzes Jahr lang darüber diskutiert. Wir haben das Recht, jede Absichtserklärung zu unterzeichnen, und wir haben Hunderte davon unterzeichnet, um eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern zu erreichen“, fügte er hinzu.
Dabaiba wies darauf hin, dass “die weltweite Nachfrage nach Gas nach dem russisch-ukrainischen Krieg stark zugenommen hat und wir in Zusammenarbeit mit Nachbarländern in unseren Hoheitsgewässern weiter nach Öl suchen werden”. Zu den internationalen ablehnenden Positionen erklärte er: „Wir kümmern uns nicht um die Positionen der Länder, die sich der Absichtserklärung widersetzt haben. Wir sind daran interessiert, die Fragen der Libyer zu beantworten und jegliche Verwirrung darüber zu zerstreuen.“
Unmittelbar nach der Unterzeichnung des Abkommens lehnte es Athen schnell ab. Der griechische Außenminister bestätigte, dass er und sein ägyptischer Amtskollege Sameh Shoukry der Ansicht sind, dass die Regierung von Tripolis „die Legitimität fehlt“, dass sie befugt solch ein Abkommen zu unterzeichnen. Es wurde auch vom Sprecher des Repräsentantenhauses mit Sitz in Ostlibyen und der vom Rat ernannten Regierung von Fathi Bashagha abgelehnt, da die Unterzeichnung des Abkommens als “illegal angesehen wurde.
Premierminister Dabaiba griff die Position Griechenlands an und betonte, dass die internationale Justiz der Schiedsrichter sei, um den Konflikt mit Athen zu lösen. Er sagte in seiner Rede: “Wir haben ein Verständnisproblem mit Griechenland an den Seegrenzen. Internationale Gerichte sind es, die in dieser Frage entshceiden müssen.” Er fügte hinzu: „Griechenland hat begonnen, vor der Insel Kreta zu bohren und wir werden unser Recht auf Bohrungen nicht aufgeben“. Er bezog sich dabei auf den Streit um den zwischen Tripolis und Athen geteilten Festlandsockel.
Ankara schloss im November 2019 ein umstrittenes Militär- und Sicherheitskooperationsabkommen und ein maritimes Abgrenzungsabkommen mit der ehemaligen Regierung der nationalen Einheit mit Sitz in Tripolis. Im August 2020 reagierten Ägypten und Griechenland auf den Schritt mit einer Vereinbarung zur Abgrenzung der Seegrenzen im östlichen Mittelmeer.
Quelle:ABQnews/AFP
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