Notice: Function _load_textdomain_just_in_time was called incorrectly. Translation loading for the titan-security domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /home/abqnews/public_html/wp-includes/functions.php on line 6121

Notice: Function _load_textdomain_just_in_time was called incorrectly. Translation loading for the better-studio domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /home/abqnews/public_html/wp-includes/functions.php on line 6121

Notice: Function _load_textdomain_just_in_time was called incorrectly. Translation loading for the wpforms-lite domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /home/abqnews/public_html/wp-includes/functions.php on line 6121

Notice: Function _load_textdomain_just_in_time was called incorrectly. Translation loading for the advanced-ads domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /home/abqnews/public_html/wp-includes/functions.php on line 6121

Notice: Function _load_textdomain_just_in_time was called incorrectly. Translation loading for the publisher domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /home/abqnews/public_html/wp-includes/functions.php on line 6121
“Vergessene” Corona-Problemfelder – ÖPNV, Betriebe, Handel, Schulen – ABQ NEWS
The news is by your side.

“Vergessene” Corona-Problemfelder – ÖPNV, Betriebe, Handel, Schulen

ABQnews| Deutschland / Berlin | Am Freitag veröffentlichte “Bild” ein Foto aus Frankfurt, das Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs aus vielen Städten kennen: Es wird ein überfüllter Bahnsteig einer U-Bahn in der Main-Metropole gezeigt, auf der zwar alle Masken tragen, aber erkennbar viel zu dicht zusammenstehen.

An einem Tag, an dem das Robert-Koch-Institut mit 23.449 Neuinfektionen den dritthöchsten Wert in der Pandemie verzeichnet, stellt sich daher die Frage, ob Bund und Länder nicht die falschen Weichen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gestellt haben – auch aus politischen Gründen. Denn die Schließung von Restaurants, Freizeit- und Kultureinrichtungen haben zwar den starken Anstieg der Zahlen beendet. Aber durch Infektionen in anderen Bereichen bleiben die Zahlen auf einem konstant hohen Niveau. Die Folge: Nun wird zumindest in Hotspots an radikalere Lockdowns gedacht.

ÖPNV

Die führenden Wissenschaftsorganisationen hatten der Politik empfohlen, die Zahl der Kontakte und damit der Infektionsmöglichkeiten um 75 Prozent zu reduzieren. Kanzlerin Angela Merkel räumte aber ein, dass man mit den Bund-Länder-Maßnahmen nur 40 Prozent erreicht habe. Weil viele Menschen weiter zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen fahren, betrifft dies auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Zwar sagt das Robert-Koch-Institut, dass man bei mehr als 80 Prozent den Ort der Infektion nicht nennen könne. Aber Merkels Hinweis, dass Alltagsmasken zwar einen gewissen, aber keinen wirklichen Schutz gegen Infektionen bieten, lässt darauf schließen, dass der ÖPNV durchaus ein Faktor sein kann.

Die Gefahr wurde politisch eher heruntergespielt. Am 25. November etwa strichen die Ministerpräsidenten in der Bund-Länder-Runde einen vom Bund vorgeschlagenen Passus, nach dem die Deutsche Bahn nur noch Fensterplätze reservieren solle, um den Abstand zwischen Passagieren zu erhöhen. Nach Teilnehmerangaben wurde die Ablehnung der Länder damit begründet, dass man diesen Standard im öffentlichen Nahverkehr nicht einhalten könne.

SCHULEN

Seit Wochen tobt ein erbitterter Streit zwischen den Kultusministern und Wissenschaftlern etwa der Leopoldina über die Frage, wie groß der Anteil der Schulen am Infektionsgeschehen ist. Als Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller in der gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kanzlerin am 2. Dezember sagte, die Schulen seien nicht das Problem, schüttelte Merkel kurz ärgerlich den Kopf. Sie und Kanzleramtschef Helge Braun dringen seit Oktober vergeblich darauf, zumindest die Oberstufen- und Berufsschüler zuhause zu unterrichten, aber auch ansonsten Kinder seltener in die Schule zu schicken. Nur das vergrößere den Abstand der Menschen sowohl in Gebäuden als auch den Verkehrsmitteln auf dem Weg zur Schule.

Auch der Virologe Christian Drosten und der SPD-Gesundheitseperte Karl Lauterbach kritisieren, dass der Einfluss der Schule unterschätzt werde. Man kenne die Zahlen infizierter Kinder gar nicht, weil es eine massive “Untertestung”, also weniger Corona-Tests etwa in der Altersgruppe 5 bis 14 gebe, twitterte Drosten am Freitag.

BETRIEBE

Bund und Länder hatten sich nach den Erfahrungen im Frühjahr das Ziel gesetzt, Schulen und Betriebe möglichst nicht zu schließen. Aber nun zeigt sich, dass offenbar weniger Betriebe – und auch Mitarbeiter – konsequent auf die Heimarbeit setzen als möglich. Dies wiederum erhöht die Zahl der Menschen, die täglich unterwegs sind.

Zudem wiesen sowohl die IG Bau als auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer darauf hin, dass es beispielsweise Baustellen gebe, auf denen die Quarantäne-Auflagen nicht eingehalten würden. Selbst Infizierte würden weiterarbeiten – mit einer erhöhten Ansteckungsgefahr für andere Beschäftigte und wiederum die Menschen im ÖPNV.

EINZELHANDEL

Kommunen und Länder haben sich gegen Schließungen des Einzelhandels gerade im Weihnachtsmonat gewehrt. Auch das Wirtschaftsministerium sorgt sich um den Erhalt belebter Innenstädte, weil Geschäfte ohnehin schon gegen die Online-Konkurrenz ankämpfen. Als Mini-Kompromiss beschlossen Bund und Länder am 25. November, dass es eine Begrenzung der Kundenzahl pro Quadratmeter der Verkaufsfläche geben soll.

Aber in keinem anderen Bereich ist so offensichtlich, wie gegensätzlich die Interessen sind: Um die Pandemie eindämmen zu können, müsste die Zahl der Kunden eigentlich deutlich sinken. Aber die Geschäfte und auch die Städte wollen genau das Gegenteil: Die Stadt Frankfurt etwa gab gerade eine Pressemitteilung mit dem Titel heraus: “Weihnachtsbeleuchtung soll Frankfurter auf die Einkaufsmeile locken”.

Quelle: Reuters

“Vergessene” Corona-Problemfelder – ÖPNV, Betriebe, Handel, Schulen

Comments are closed.